Besoldungsergebnis für die Beamten 2013 - Auszahlung im Dezember

Die vereinbarte erhöhte Besoldung wird nach langer Wartezeit mit dem Monat Dezember ausgezahlt. Die Erhöhung gilt rückwirkend zum 1. Juli. 

Einen vergleichenden Überblick über die Ergebnisse der Tarifverhandlungen im Bereich des Bundes, der Länder und der brandenburgischen Besoldungsrunde finden Sie hier.

Am 21. Juni 2013 war es dem DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften GEW, GdP, IG BAU und ver.di gelungen, mit der Brandenburgischen Landesregierung zu einer umfassenden Vereinbarung zu kommen, die auch die Besoldungs- und Versorgungsanpassung für die Beamtinnen und Beamten beinhaltet. Das mit der Landesregierung geschnürte „Paket“ enthält die folgenden wesentlichen Punkte:

Besoldungs- und Versorgungsanpassung sowie Erholungsurlaub

  •  Erste lineare Besoldungserhöhung um 2,65 Prozent ab dem 1. Juli 2013 für Beamte bzw. Erhöhung der Anwärtergrundbeträge um 50 Euro zum gleichen Termin.
  • Zweite lineare Besoldungserhöhung und Erhöhung der Anwärtergrundbeträge um 2 Prozent ab dem 1. Juli 2014.
  • Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes (Sonderzahlung) in Höhe von 21 Euro monatlich ab dem 1. Juli 2013 für Beamte; Anwärter erhalten 10 Euro. 30 Tage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr für alle Beamte unabhängig vom Alter

Die Besoldungserhöhung erfolgt abzüglich von 0,2 Prozent, die in die Versorgungsrücklage einfließen. Der Gesetzentwurf soll mit Juli vom Kabinett verabschiedet und im August in den Landtag eingebracht werden.

Lebensphasen- und alternsgerechtes Arbeiten

Neben der Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten wurden verschiedene Eckpunkte für Maßnahmen des lebensphasen- und alternsgerechten Arbeitens vereinbart:

  •  „Lang gediente“ Vollzugsbeamte könne ab 2015 in den letzten beiden Dienstjahren vor der Pensionierung die Arbeitszeit auf 80 Prozent bei 85 Prozent ihrer bisherigen Nettobesoldung reduzieren.
  •  „Lang gediente“ Lehrkräfte erhalten beginnend ab dem ab dem Schuljahr 2014/15 ab dem 60. Lebensjahr eine weitere Ermäßigungsstunde.
     Die Pflichtstundenzahl im Bereich Grundschulen wird ab dem Schuljahr 2014/15 von 28 auf 27 pro Wochen abgesenkt; im Bereich Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien von 26 auf 25 Stunden pro Woche. Die Pflichtstunden werden bis 1.1.2019 nicht erhöht.
  • Die Entlastungsmaßnahmen werden durch Mehreinstellungen flankiert. Die Einstellungskorridore werden entsprechend angepasst.
  • Tarifbeschäftigte könne künftig ein Langzeitarbeitskonto (als Zeitwertkonto nach § 10 Abs. 6 TV-L i.V.m. § 116 SGB IX) führen. Die Ansparphase beträgt max. 12 Jahre. Die Freistellung kann (verblockt) bis zu max. zwei Jahre erfolgen.